Beziehung in Quarantäne – Eine Zerreißprobe?

Man könnte meinen, das Frühjahr 2020, in dem wir gerade leben sei ein Kapitel aus dem Geschichtsbuch. Ein Ereignis, das plötzlich kam, obwohl gefühlt gestern noch alles in Ordnung war. Ein Ereignis, welches uns alle auf die Probe stellt und alle Lebensbereiche betrifft. Du wirst natürlich wissen, um was es geht – es handelt sich um das Sars-CoV-2-Virus und die daraus möglich resultierende COVID-19-Erkrankung. Im Allgemeinen als Coronavirus betitelt stellt es uns vor große Herausforderungen und schickt uns gleichzeitig ins Home-Office. Und um letzteres soll es heute auch in diesem Artikel gehen. 

Eine Katze in der Quarantäne

Quarantäne oder nicht – Wir bleiben erstmal zu Hause...

Das Coronavirus beeinflusst gerade stark den Alltag im Großen, wie auch im Kleinen. Was heißt das für uns? Es bedeutet so viel wie: Die Wirtschaft leidet. Viele von uns können nicht arbeiten gehen. Auf der anderen Seite müssen einige Berufsgruppen noch viel mehr arbeiten als sonst, wenn man beispielsweise an Pflegepersonal oder Ärzte denkt. Auch Berufe die mit unserer Versorgung zu tun haben, sind gerade gefordert. Der LKW-Fahrer oder die Supermarkt-Kassiererin - für sie ist nicht nur der Arbeitsalltag intensiver geworden, sondern durch den wechselnden Kontakt zu Kunden wird auch das Risiko größer, mit dem Coronavirus angesteckt zu werden und es zu verbreiten.

Wie sieht die Welt in den eigenen vier Wänden aus?

Genauer gesagt, möchten wir auf das Leben zu Hause eingehen. Durch Ausgangsbeschränkungen und sogar –sperren können wir kein normales Leben mehr führen. Wir können nicht mehr in die Stadt fahren zum Shoppen oder Eis essen. Alle Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Ja selbst Schulen und Kitas haben die Kinder nach Hause geschickt. Das schlimmste daran: Es ist gerade noch gar nicht wirklich absehbar, wann sich alle wieder normalisieren wird. Aber wem erzählen wir das - natürlich weißt Du es schon selbst und kämpfst Dich, so wie wir auch, durch den Alltag.

Es gibt jedoch eine Sache, die Dir vielleicht gar nicht so bewusst ist...

...und genau hierauf zielt unser Artikel aus. Es geht um die Komponente “Beziehung”, die natürlich - wie oben schon erwähnt - ebenfalls nicht aus dieser Krise ausgeschlossen wird. In solchen schweren Zeiten wird eine Partnerschaft zu der in der Überschrift beschriebenen „Zerreißprobe“. Dies geschieht relativ oft, wie Studien belegen. Wie sich das verhält und auf welche Punkte Du hierbei achten solltest, möchten wir Dir im folgenden hypothetischen Punkten näherbringen.

Dein Partner und Du hockt aufeinander

Wir begeben uns in folgendes Szenario: rosarote Brille, innige Zweisamkeit und man bekommt nicht genug voneinander – und dann heiratet man. Ok, zugegebenermaßen bedienen wir uns gerade eines Klischees, dass man oft von Männerstammtischen hört. Dieses Stereotyp impliziert, dass die Freiheit eines „Mannes“ aufhört, weil er nun unter dem Pantoffel der Gattin steht. Natürlich ist das im Großen und Ganzen Unsinn. Was jedoch keinesfalls Unfug ist, ist dass sich mit der Zeit, d.h. je weiter die Hochzeit in der Vergangenheit zurückliegt, eine Gewisse Tristesse in der Beziehung einstellen kann. Hier spielen beide Partner eine Rolle. Natürlich gibt es jeweils sowohl stärkere als auch schwächere Tendenzen, bestimmte Bereiche der Partnerschaft zu vernachlässigen. Dennoch gibt es gerade in der Zeit von Corona eine große Gefahr, dass zu viel physische Nähe eine Beziehungskrise auslöst.

Das Problem liegt darin, dass eine Hochzeit zwar ein großes Statement liefert dem Partner die Liebe zu symbolisieren, eine wirklich Beziehungspflege danach oft auf der Strecke bleibt. Man befasst sich mit anderen Dingen: dem Job, den Kindern oder der Gartenpflege. Wenn es dann zu solche einer Ausgangsbeschränkung bzw. –sperre kommt, blicken sich die Partner plötzlich nur sich gegenseitig, sondern auch der Realität ins Auge. Dazu kommt noch der Stress, den die ungewisse Zukunft verursacht: Wie wirkt sich die Krise langfristig auf mein Leben aus? Komme ich gesund durch die Coronaphase? Wann hat das alles endlich ein Ende? All diese Fragen lassen sich derzeit nur schlecht beantworten.

Genau hier lässt man dann seinen Frust am Partner aus. Wir alle kennen dieses Phänomen: die Menschen, die uns am nächsten stehen, werden häufiger von uns verletzt als beispielsweise Bekannte oder Arbeitskollegen. Zu Hause sind wir selbst und lassen dann ganz natürlich unserem Frust freien Lauf. Uns würde nie einfallen uns so auf der Arbeit zu benehmen. Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel und dennoch: Bestimmte Lebensbereiche haben diese unsichtbaren Barrieren, die uns zwingen uns zu benehmen. Brechen wir diese unsichtbaren Gesetze, kommt uns das teuer zu stehen. Wir verlieren unseren Job oder sogar unseren Ruf.

Hier einige Tipps für Dich:

  • Wenn Dein Partner und Du durch eine Ausgangssperre oder Quarantäne dauerhaft zu Hause bleiben müsst, dann versuche zunächst Dein eigenes Verhalten zu reflektieren: Habe ich Frust? Rede ich darüber mit meinem Partner? Lasse ich den Frust auf unangemessene Art und Weise an meinem Partner aus, z.B. durch Beschuldigungen und Geschrei? Sollte das zutreffen, dann versuche doch einmal mit jemanden zu reden, der Dir gerne zuhört und Dir am Herzen liegt – dies können enge Freunde, Eltern oder vielleicht Menschen sein, die Du gerade in der Ausgangssperre vermisst.
  • Solltest Du dieses impulsive Verhalten bei Deinem Partner beobachten, dann biete ihm klare Rederegeln an. Streiten will gelernt sein und braucht gewisse Regeln, um zum Ziel zu kommen. Das wichtigste hierbei: Ihr braucht eine gemeinsame Redegrundlage, sprich einen gemeinsamen Nenner. Wenn Ihr komplett gegensätzliche Standpunkte vertretet, wird es schwer ein Kompromiss zu finden. Die alte Floskel „Der/Die Klügere gibt nach“ hat hier definitiv ihren Platz. Gib Dir einen Ruck und komme Deinem Partner entgegen!
  • Achte auf die Formulierungen Deiner Aussagen. Ganz oft kommt es vor, dass wir Schwarz-Weiß-Malerei betreiben und eine stark negative Sichtweise einnehmen. Diese äußert sich dann über unsere Sprache – und da wir schon im Modus sind, werfen wir noch einige Anschuldigungen hinterher. Dies ist Gift für jede Kommunikation. Versuche in einem ruhigen Moment zu überlegen, wie Du einen schwierigen Sachverhalt, der Dich emotional mitnimmt, positiv auszudrücken. Es gibt beispielweise im Management und auch in Therapien die Methode des konstruktiven Feedbacks. Dieses zeichnet sich durch eine Dreiteilung aus und birgt Wunder:
  • Wahrnehmung
  • Wirkung
  • Wunsch
Merke Dir also diese drei „W“s! Stell Dir nun vor, Dir gefällt nicht, wie Dein Partner sich im Haushalt verhält. Er produziert viel Unordnung und wälzt alle auf Dich ab. Du kommst, mit dem Aufräumen nicht hinterher. Du könntest Deinen Frust so äußern:

„Es kann nicht sein, dass Du unten im Keller nur Dreck machst und mich danach beschuldigst! Jetzt wo Du dauerhaft zu Hause bist, kannst Du Dich genauso am Aufräumen beteiligen und brauchst mich nicht ständig zu verurteilen. Schließlich benimmst Du Dich hier wie ein Schwein!“

Diese durchaus extreme Aussage – wenn auch überspitzt – kann ganz schön nach hinten losgehen und einen riesigen Streit entfachen. Wir raten Dir daher positiv zu formulieren und den Feedback-Dreischritt anzuwenden:

  1. Ich habe gesehen, dass Du nach Ausräumen des Kellers noch nicht alles zurück sortiert hast.
  2. Wie Du weißt, bin ich gerade oft im Keller, weil ich dort in aller Ruhe an meinem Roman schreibe. Gestern bin ich schon über den Staubsauger gestolpert, bevor ich an den Lichtschalter kam.
  3. Ich würde mir wünschen, dass Du die Aufräumaktion im Keller zu Ende bringst, weil ich dann sicher unten entlanggehen kann und alles wieder schön ordentlich ist. Wir haben doch gerade viel Zeit, das Haus auf Vordermann zu bringen.

Bei dem Beispiel siehst Du sogar: Es ist nicht nur positiv formuliert und gut strukturiert, sondern benennt auch den konkreten Sachverhalt. Natürlich bedarf es ein wenig Übung, es so zu beherrschen. Probiere es auf jeden Fall aus, es wirkt Wunder.

Die andere Sichtweise – Ausgangssperre als Chance

Alles Negative hat auch sein Positives. Wir haben Dir bereits im vorangegangen Beispiel gezeigt, wie es auch anders gehen kann. Es lohnt sich also die Dinge positiv zu betrachten.

Nehmen wir mal an, in Deiner Beziehung läuft es nicht mehr rund. Dies kann möglicherweise auch daran liegen, dass der Job sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Doch genau jetzt, wo Ihr beide zu Hause seid, besteht die Chance, dass sich etwas ändert. Gespräche kommen zu Stande, man ist füreinander da, die Zweisamkeit reduziert den Stress. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Möglicherweise möchtest Du genau das erreichen, bist jedoch ein wenig aus der Übung gekommen. Dafür haben wir an dieser Stelle einen letzten passenden Tipp für Dich, Falls Du dich tatsächlich in der Ausgangssperre oder Quarantäne befindest

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Vielleicht doch alles noch einmal überdenken?

Mit Sicherheit wirst Du Dir beim Lesen gedacht haben: Muss das alles sein? Geht es denn nicht einfacher? - Tatsächlich ist es unmöglich, viele dieser Dinge zu umgehen. Die Tatsache, dass Du hier bist und diesen Artikel liest, zeigt schon, dass Du etwas ändern möchtest. Wir möchten Dir zum Schluss noch einen Impuls mit auf den Weg geben, mit dem Du vielleicht nicht gerechnet hast:

Gibt es noch eine Chance Deine Beziehung zu retten?

Vielleicht eignet sich ein bewusster Neuanfang, um die Situation zu retten und all das oben genannte zu umgehen? Sicherlich war Dein Partner auch mal Dein Traummann, den es lohnt, noch einmal zu erobern. In unserem Erfolgsratgeber zeigen wir Dir, wie Du es schaffst, die Liebe in ihm zu entfachen!

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